Neue Hilfestellungen der BGN – Was nützt besonders dem Müller

Manuel Gehrke · BGN, Hannover

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Sprecher wurden soweit möglich redaktionell zugeordnet; übrige Nummern und Zeitmarken gelten nur für diese Aufnahme. Öffentliche Anmoderation, Vortrag und Fragerunde; Vorgespräche und Applaus ausgelassen. Sprecherlabels und Zeitmarken gelten nur für diese Aufnahme.

  1. Moderation

    Wir dürfen Herrn Gehrke von der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) begrüßen. Er ist unser Ansprechpartner bei der Berufsgenossenschaft und setzt sich besonders für Mühlen- und Mischfutterwerke ein. Zwischen Müllerbund und Herrn Gehrke sowie den Betrieben gibt es regelmäßig Kontakt. Ich bin gespannt, was er uns Neues erzählen kann. Hinten liegt bereits ein ausgedruckter Ordner als Ansichtsexemplar; online ist er schon erhältlich. Bitte sehr.

  2. Manuel Gehrke

    Vielen Dank.

  3. Manuel Gehrke

    Herr Dr. Rampl hatte sich gewünscht, dass es darum geht: Was nützt besonders dem Müller? Ich habe einige Angebote herausgesucht. Ob sie Ihnen nützen, müssen Sie entscheiden. Kommen Sie hinterher gerne auf mich zu und erzählen Sie mir, ob Ihnen das helfen könnte.

  4. Manuel Gehrke

    Diesmal heißt es nicht „Was gibt es Neues?“, aber es sind auch neuere Themen dabei. Ich habe die Kontaktdaten vorangestellt, weil immer noch Hemmungen bestehen, sich mit Fragen bei der Berufsgenossenschaft zu melden. Sie bezahlen unsere Arbeit mit, also nutzen Sie unsere Angebote: von Maschinensicherheit über Explosionsschutzberatung bis zu Ergonomie und weiteren Themen.

  5. Manuel Gehrke

    Wenden Sie sich gerne an Ihre zuständige Aufsichtsperson. Wer sie nicht kennt, kann im Internet suchen oder die erste angegebene Nummer anrufen.

  6. Manuel Gehrke

    Für Fragen zu Mitgliedschaft und Beitrag habe ich die Hotline in Mannheim angegeben. Der Leitfaden Explosionsschutz ist endlich da. Das ausgedruckte Ansichtsexemplar liegt hinten; bitte lassen Sie es dort. Wir bieten den fast 200 Seiten umfassenden Leitfaden als PDF-Download an. Seine Erstellung hat mehrere Jahre gedauert.

  7. Manuel Gehrke

    Auf der gezeigten Internetseite finden Sie den Download. Wenn der Vortrag wie erwartet als PDF verteilt wird, erhalten Sie auch den Link.

  8. Manuel Gehrke

    Dort finden Sie auch ein Positionspapier zum Explosionsschutz in der Futtermittelindustrie, das für Sie interessant sein könnte.

  9. Manuel Gehrke

    Der Leitfaden wird bei der FSA veröffentlicht und ist kostenlos als Download verfügbar.

  10. Manuel Gehrke

    Das hat bei uns mit dem Layout zu tun.

  11. Manuel Gehrke

    Der Leitfaden enthält den Stand der Technik für Neuanlagen und Hinweise für Bestandsanlagen, zum Explosionsschutzdokument, zu Prüfungen und zur Technik. Es ist eine umfangreiche Wissenssammlung geworden.

  12. Manuel Gehrke

    Er gliedert sich in die Teile A bis D: unter anderem Explosionsschutzdokument und Gefährdungsbeurteilung für bestimmte Aggregate und Bereiche,

  13. Manuel Gehrke

    Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie konstruktiver Explosionsschutz. Hinzu kommen Hinweise für Bestandsanlagen, Prüfpflichten und Kenngrößen. Eine Beispielseite zeigt die Darstellung für TKF [Bezeichnung nicht sicher erkannt].

  14. Manuel Gehrke

    Zu vielen Aggregaten gibt es Beschreibungen der Explosionsgefährdung und der Zündquellen sowie Maßnahmen für Neuanlagen auf Herstellerseite und für Bestandsanlagen nach dem Stand der Technik. Wir haben versucht, alles an die Getreidewirtschaft anzupassen,

  15. Manuel Gehrke

    sodass ein Kompendium entstanden ist. Verschiedene Fließbilder und Zeichnungen ergänzen es. Wer möchte, kann nachher in dem weißen Ordner hinten blättern.

  16. Manuel Gehrke

    Wir hoffen, dass sich auch Überwachungsbehörden und vielleicht Versicherungen an diesem Leitfaden orientieren, statt jeweils andere Vorstellungen anzulegen. Dabei gilt ausdrücklich: Er beschreibt eine Möglichkeit und den Stand der Technik, wie wir ihn sehen. Wenn man es anders genauso sicher hinbekommt, ist das ebenfalls zulässig. Das steht auch im Leitfaden.

  17. Manuel Gehrke

    Als Nächstes kommt voraussichtlich eine digitale Gefährdungsbeurteilung für Mühlen- und Futtermittelbetriebe. Wer nutzt das BGN-Extranet?

  18. Manuel Gehrke

    Ein Arm war oben. Das ist aber zu wenig.

  19. Manuel Gehrke

    Das BGN-Extranet bietet Zugang zu wichtigen Informationen über den Betrieb. Dort können Sie Beitragsbescheide und Unbedenklichkeitsbescheinigungen herunterladen und erfasste Unfälle einsehen, die zum Teil für Zuschlag und Nachlass beitragsrelevant sind. Auch Unfallanzeigen lassen sich darüber erstatten. Ab Anfang 2028 ist die Unfallmeldung nur noch elektronisch zulässig. Das steht in der Unfallanzeige-Verordnung oder Unfallversicherungsanzeige-Verordnung, oder wie sie heißt. [Redaktion: Die genaue Verordnungsbezeichnung und der genannte Zeitpunkt sind nicht unabhängig geprüft.]

  20. Manuel Gehrke

    Das BGN-Prämienverfahren läuft ausschließlich über das Extranet. Dort können Sie auch den Fernlehrgang für das Kompetenzzentrumsmodell absolvieren. Für Mühlen- und Futtermittelbetriebe erstellen wir derzeit eine digitale Gefährdungsbeurteilung. Kleine Betriebe mit nach unserer Grenze maximal 50 Beschäftigten können sie künftig ausschließlich im Extranet nutzen.

  21. Manuel Gehrke

    Sie enthält wesentliche und übliche Gefährdungen. Betriebsspezifische Besonderheiten können wir nicht vollständig abdecken; diese müssen Sie selbst ergänzen.

  22. Manuel Gehrke

    Man kann Bereiche auswählen oder abwählen. Innerhalb eines gewählten Bereichs lassen sich einzelne Fragen aber nicht als „entfällt“ abwählen, weil wir davon ausgehen, dass sie dann zutreffen.

  23. Manuel Gehrke

    Das Ergebnis kann für die Dokumentation ausgedruckt werden.

  24. Manuel Gehrke

    Die Beurteilung muss ergänzt werden. Wenn Sie Anfang 2027 damit im BGN-Extranet arbeiten, würde ich mich über Rückmeldungen freuen: Wo hakt es, was ist falsch oder ungenau und was können wir verbessern?

  25. Manuel Gehrke

    Geplant ist der Start Anfang 2027. Die gezeigte Struktur ist noch vorläufig. Neben den Kapiteln für Mühlen lassen sich auch solche anderer Branchen hinzuwählen. Vorgesehen sind unter anderem Mühlenläden und Stromerzeugung. Explosionsschutz nimmt nur wenig Raum ein, weil dafür in der Regel eine gesonderte Dokumentation besteht; wir verweisen teilweise auf den Leitfaden.

  26. Manuel Gehrke

    Die digitale Gefährdungsbeurteilung gibt es bereits für andere Branchen. Über die Suche nach dem BGN-Extranet gelangen Sie zur Registrierung. Diese ist kostenneutral. Nach meinem Verständnis erhält der Betrieb einen personalisierten Zugang mit Kennwort, der auch an mehreren PCs genutzt werden kann.

  27. Manuel Gehrke

    Ich empfehle das Extranet. Es soll in den kommenden Jahren zum Unternehmerportal ausgebaut werden. Als Behörde sind wir auch rechtlich aufgefordert, digital zugänglicher zu werden.

  28. Manuel Gehrke

    Es geht um den Wechsel vom Papier zu digitalen Angeboten. Weitere Hilfestellungen im Arbeitsschutz stehen unter der Frage: Was nützt besonders dem Müller?

  29. Manuel Gehrke

    Gewünscht wurde ein kurzer Wegweiser Arbeitsschutz für Müller: vielleicht zwei oder drei Seiten mit den Mindestthemen, an die Unternehmer denken sollten. Einzelheiten etwa zur Gefährdungsbeurteilung oder zum Explosionsschutz sollen nicht dort erklärt werden; stattdessen könnte der Wegweiser auf Leitfaden, digitale Gefährdungsbeurteilung und weitere Informationsquellen verweisen.

  30. Manuel Gehrke

    Eine vergleichbare Hilfe gibt es bereits für die Gastronomie. Ich möchte versuchen, sie im nächsten Jahr für Mühlen und zugleich für Futtermittelbetriebe umzuarbeiten.

  31. Manuel Gehrke

    Sie sollte Links enthalten. Ob als QR-Code, Internetlink, Papier oder herunterladbares PDF, müssen wir noch überlegen.

  32. Manuel Gehrke

    Ausdrücklich gewünscht war auch ein Hinweis zum Umgang mit Fremdfirmen, etwa Handwerkern oder möglicherweise fremden Spediteuren: Was muss man ihnen bei ihrem Einsatz im Betrieb mitteilen?

  33. Manuel Gehrke

    Auch das soll im nächsten Jahr angegangen werden.

  34. Manuel Gehrke

    Ein möglicher nächster Schritt wäre ein weiterer Wegweiser. Den fast 200-seitigen Leitfaden kann man zwar jedem Betrieb als PDF geben,

  35. Manuel Gehrke

    aber damit allein ist es nicht getan.

  36. Manuel Gehrke

    Der Leitfaden richtet sich eher an Personen, die tiefer einsteigen müssen oder Hinweise zu bestimmten Aggregaten wie Förder- oder Melassierschnecken suchen.

  37. Manuel Gehrke

    Die Idee ist ein kurzer Wegweiser Explosionsschutz, ähnlich dem Wegweiser Arbeitsschutz: eine Art Checkliste mit Hinweisen auf Prüfungen, befähigte Personen und die Stellen, an denen man im Leitfaden nachlesen oder nachfragen kann.

  38. Manuel Gehrke

    Die Umsetzung ist offen. Ich beginne zunächst mit dem anderen Wegweiser. Die Arbeitssicherheitsinformation zu Silobränden ist meines Wissens seit vielen Jahren die einzige bundesweit öffentlich verfügbare Schrift dieser Art. Sie wurde vor langer Zeit unter anderem mit DMT und Feuerwehrverband abgestimmt.

  39. Manuel Gehrke

    Für 2027 sind Korrekturen erforderlich, unter anderem bei Telefonnummern und Angaben zu Verdampfern. Nach Rückmeldung der DMT passen manche Informationen nicht mehr. Inhaltlich erwarte ich keine großen Änderungen an Technik und Schutzmaßnahmen. Die Schrift enthält auch Hinweise, was Betriebe vor einem Silo- oder Schwelbrand vorbereiten können.

  40. Manuel Gehrke

    Aus dem Publikum kommt der Hinweis auf einen weiteren Verdampfer. Auf die Verdampfer des Bayerischen Müllerbunds wird in der Schrift seit Langem verwiesen. Der Hinweis soll bei der für das nächste Jahr vorgesehenen Überarbeitung berücksichtigt werden. [Ein Teil der Zwischenrede ist unverständlich.]

  41. Manuel Gehrke

    Am BGN-Prämienverfahren nehmen nach meiner Beobachtung noch zu wenige kleine Mühlen teil. Bei erfolgreicher Teilnahme gibt es eine Prämie:

  42. Manuel Gehrke

    Wer jährlich 80 Prozent der möglichen Punkte auf dem Prämienbogen erreicht, erhält 25 Euro pro Vollarbeiter, mindestens jedoch 500 Euro. Es gibt also entweder die Prämie oder keine.

  43. Manuel Gehrke

    Die BGN überweist die Prämie gesondert. Die Bögen ändern sich von Jahr zu Jahr nur in einzelnen Fragen. Prämiert werden Maßnahmen, die über den gesetzlich geforderten Arbeitsschutz hinausgehen.

  44. Manuel Gehrke

    Im Extranet füllen Betriebe den Bogen aus und behalten die Nachweise im Betrieb. Der Bogen wird an die BGN übermittelt und geprüft; die Prämie wird rückwirkend zu Beginn des Folgejahres ausgezahlt. Wie das Absenden genau funktioniert, weiß ich nicht. Wer die erforderliche Punktzahl nicht erreicht, kann auch als Mühle an aufgeführten Modellprojekten teilnehmen. Für bestimmte Leistungen oder Informationen gibt es jeweils weitere zehn Punkte.

  45. Manuel Gehrke

    Derzeit nehmen noch relativ wenige kleine Mühlen teil. Die Mindestprämie wurde eigens von früher 100 auf 500 Euro erhöht.

  46. Sprecher 2

    Ja, das war bei uns auch so.

  47. Manuel Gehrke

    Wenn man den Bogen einmal bearbeitet hat, ist der jährliche Aufwand nach meiner Einschätzung gering.

  48. Manuel Gehrke

    Als Nächstes möchte ich auf die Seminare hinweisen.

  49. Manuel Gehrke

    Das Arbeitsschutzseminar für kleine und mittlere Mühlen in Reinhardtsbrunn behandelt die Verantwortung von Unternehmern und Führungskräften, typische Gefährdungen und Explosionsschutz. Der nächste Termin für das kommende Jahr ist angegeben. Es kann auch als Fortbildung im Kompetenzzentrumsmodell dienen. Interessierte können mich gerne ansprechen.

  50. Manuel Gehrke

    Ein weiteres Seminar richtet sich an Fachkräfte für Arbeitssicherheit und interessierte Betriebsärzte.

  51. Manuel Gehrke

    Es behandelt wesentliche Gefährdungen und Gegenmaßnahmen. Betriebe können auch ihre externe Fachkraft zur Anmeldung ermuntern. Ob eine Kostenübernahme über deren Berufsgenossenschaft möglich ist, muss geklärt werden. Fachkräfte des arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Dienstes (ASD) konnten beim letzten Mal kostenneutral teilnehmen.

  52. Manuel Gehrke

    Das Onlineseminar „Sicher und gesund in Mühlen- und Mischfutterbetrieben“ behandelt Grundlagen des Arbeitsschutzes. Im angegebenen Zeitraum bearbeiten die Teilnehmenden selbstständig Fragen und reichen einige Aufgaben online ein.

  53. Manuel Gehrke

    Mit dem Teilnahmezertifikat kann man sich bei der BGN für das Kompetenzzentrumsmodell qualifizieren, statt den weniger mühlenspezifischen Fernlehrgang zu absolvieren. Das kostenneutrale Betreuungsmodell steht Betrieben bis 20 Beschäftigte offen. Im KPZ-Modell muss der Betrieb keine eigene Fachkraft für Arbeitssicherheit und keinen eigenen Betriebsarzt suchen. Bei Fragen wenden Sie sich an mich, Ihre Aufsichtsperson oder Herrn Hirschmann. [Redaktion: Später nennt der Sprecher „unter 20“; die Grenze ist nicht unabhängig geprüft.]

  54. Manuel Gehrke

    Das war es.

  55. Moderation

    Vielen Dank, Herr Gehrke. Ich empfehle ebenfalls die BGN-Seminare: Bei Präsenzveranstaltungen kann man sich mit anderen austauschen. Zum KPZ-Modell: Betriebe berichten mir, dass die Gewerbeaufsicht die Bestellung eines Betriebsarztes verlangt. Betriebe im KPZ-Modell können auf die Leistungen der BGN zurückgreifen und müssen nicht zusätzlich einen eigenen Arzt bestellen. In einem Fall wird darüber derzeit gestritten. Bei Bedarf kann die BGN die Teilnahme bestätigen, wenn der ältere Nachweis nicht mehr auffindbar ist. [Redaktion: Die Aussagen zum Betreuungsmodell sind nicht unabhängig rechtlich geprüft.]

  56. Manuel Gehrke

    Das KPZ-Modell hieß früher Branchenmodell. Ein vorhandener Nachweis über Teilnahme oder Qualifikation für das Branchenmodell gilt weiterhin; bitte bewahren Sie ihn auf. Für einen gewissen Zeitraum kann die BGN gegebenenfalls ein Duplikat suchen. Neben der eigenen Bestellung von Fachkraft und Betriebsarzt gibt es alternative Betreuungsmodelle: den kostenpflichtigen ASD der BGN, das Unternehmermodell für Betriebe mit mehr als 20 und unter 50 Beschäftigten und für kleine Betriebe unter 20 Beschäftigten das Kompetenzzentrumsmodell. Dort werden kostenneutral Fachkraft und Betriebsarzt über ein Ingenieurbüro der BGN gestellt. Für die Gewerbeaufsicht helfen der Teilnahmenachweis und die Angabe des zuständigen Ingenieurbüros; bei Unklarheiten kann ein gemeinsames Gespräch mit der BGN-Aufsichtsperson helfen. [Redaktion: Zuvor nennt der Sprecher „bis 20“; die Grenzen und rechtlichen Aussagen sind nicht unabhängig geprüft.]

  57. Sprecher 2

    Zur neuen digitalen Gefährdungsbeurteilung: Wurde die gedruckte Fassung eins zu eins übernommen oder ist viel hinzugekommen? Manche Punkte kamen mir bekannt vor.

  58. Sprecher 2

    Was können Sie dazu verraten?

  59. Manuel Gehrke

    Jein. Die Arbeitssicherheitsinformation 10.4 für kleine Mühlen diente als Grundlage. Vieles erkennt man wieder, aber veraltete oder doppelte Inhalte wurden entfernt, anderes wurde ergänzt und teilweise neu sortiert. Der Aufbau ist durch das System vorgegeben, damit Module verschiedener Branchen kombiniert werden können. Ich hätte mir eine stärker auf Mühlen zugeschnittene Ansprache gewünscht.

  60. Sprecher 2

    Geht das so weit wie bei G-Doku, das andere Berufsgenossenschaften anbieten und das man auf dem Rechner installiert?

  61. Manuel Gehrke

    Nein, so sieht es nicht aus. Ich kenne das genannte System nicht und kann es deshalb nicht direkt vergleichen. Wir können Ihre digitale Gefährdungsbeurteilung im Extranet nicht einsehen. Ich weiß technisch nicht genau, ob sie als Datei auf Ihrem Rechner oder in einem gesicherten Bereich auf unserem Server liegt. Bei einem Betriebsbesuch müssen Sie sie aktiv heraussuchen und vorlegen; ein vorheriger Einblick ist datenschutzrechtlich verboten. [Redaktion: Die technischen und rechtlichen Angaben sind nicht unabhängig geprüft.]

  62. Moderation

    Gibt es noch dringende Fragen aus dem Publikum?

  63. Sprecher 4

    Zum Explosionsschutz: Früher reichte das Explosionsschutzdokument. Gemeinsam mit dem Müllerbund wird daran gearbeitet, dass Mühlen mit 100 oder 300 Tonnen Tagesleistung nicht zusätzlich Prüfingenieure benötigen. Wie steht die Berufsgenossenschaft dazu? [Die genannte Leistungsgrenze ist im automatischen Transkript nicht eindeutig.]

  64. Manuel Gehrke

    Wir sind seit Längerem im Austausch und haben weitere gemeinsame Termine.

  65. Sprecher 4

    Da bohren wir noch bei Ihnen.

  66. Manuel Gehrke

    Da bohren Sie noch bei uns.

  67. Sprecher 4

    Da müssen wir Überzeugungsarbeit leisten.

  68. Manuel Gehrke

    Wir versuchen, bohrfest zu bleiben.

  69. Manuel Gehrke

    Die Prüfpflichten bestehen derzeit nach der Betriebssicherheitsverordnung. Überwachungsbedürftige Anlagen wurden wegen möglicher Gefährdungen auch für Dritte solchen Pflichten unterstellt; 2015 wurden diese auf staubexplosionsgefährdete Anlagen übertragen. Wir sind zu Gesprächen über mögliche Lösungen bereit und haben bereits Ideen besprochen. Bei sogenannten einfachen Anlagen lässt sich die Prüfverpflichtung nach geltendem Recht weitgehend, aber nicht vollständig reduzieren. Eine Tonnagegrenze, ab der eine Mühle als einfache Anlage gilt, gibt es nicht: Mühlen sind komplex und Zündquellen können in andere Bereiche verschleppt werden. Als Beispiel einer einfachen Anlage nenne ich Räucheröfen, bei denen die Explosionsgefahr eher auf ein Aggregat begrenzt ist und eine eher technische Prüfung ausreichen kann. Der Müllerbund und wir sprechen weiter; es handelt sich um eine staatliche Vorschrift. [Redaktion: Die rechtlichen Aussagen sind nicht unabhängig geprüft.]

  70. Manuel Gehrke

    Wir werden sehen, wie sich die Gespräche entwickeln.

  71. Sprecher 2

    In den nächsten 14 Tagen stehen weitere Gespräche an. Wir werden sehen, was dabei herauskommt.

  72. Moderation

    Dann schließen wir den Block.

  73. Manuel Gehrke

    Danke schön.

  74. Moderation

    Der nächste Referent wartet schon. Vielen Dank.

Ende des aufgezeichneten Texts bei 31:19.

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