KMH: Rohrsysteme und neue Oberflächen

Katharina Kammann und Rainer Stöbis · KMH & Mühlenbau Rückert

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  1. Katharina Kammann

    Danke, Christian, für die Einführung. Wir sind dankbar, dass wir seit August mit der Firma Rückert zusammenarbeiten. Ich glaube, die Kombination aus über 100 Jahren Mühlenerfahrung und über 40 Jahren Rohrsystemerfahrung macht Sinn. Jetzt zu KMH.

  2. Katharina Kammann

    KMH ist ein europäischer Hersteller von Rohrsystemen, Formteilen und Verteilersystemen im Baukastensystem. Zusätzlich sind wir auf Sonderanfertigungen spezialisiert: Das umfasst vieles, was zu einem Rohrsystem gehört, auch neu gezeichnete Lösungen. Unsere Rohrformteile und Verteilersysteme aus Stahl oder Edelstahl haben Spannring- oder Flanschverbindungen und werden für Schüttgüter oder Aspiration eingesetzt.

  3. Katharina Kammann

    Wir fertigen in Bassum bei Bremen. Meine Großeltern haben das Unternehmen 1986 in Harpstedt gegründet; daher der Name KMH, Kammann Metallbau Harpstedt. Heute führen Rainer Stöbis und meine Mutter Martina Kammann das Unternehmen in zweiter Generation. Auch die dritte Generation steht bereit; ein Kollege möchte das gemeinsam mit mir weiterführen.

  4. Katharina Kammann

    Zusätzlich zum Baukastensystem sind wir auf Sonderanfertigungen spezialisiert. Wir können Rohrsysteme. Damit übergebe ich an Rainer.

  5. Rainer Stöbis

    Ich bin Rainer Stöbis, Geschäftsführer der KMH. Zusammen mit Martina Kammann führe ich das Unternehmen. Ich möchte mich bei Christian und Reinhard Rückert für die Zusammenarbeit in den ersten Wochen bedanken. Für uns ist es ein wichtiger Schritt, einen kompetenten Partner an die Seite zu bekommen. Bevor ich auf unsere beiden Innovationen bei Oberflächen komme,

  6. Rainer Stöbis

    möchte ich unser Programm vorstellen. Rohrleitungsbau ist unser Thema. Wir haben ein großes Programm an Sonderteilen, Standard- und Katalogartikeln. Allein bei den Katalog- und Standardartikeln sind es über 30.000 Positionen. Für den Mühlenbau bieten wir auch modifizierte Leitungssysteme und Sonderlösungen an.

  7. Rainer Stöbis

    Unter modifizierten Lösungen verstehen wir das Standardprogramm mit den erforderlichen kleinen Veränderungen. Bei Sonderlösungen können wir bauen, was konstruktiv darstellbar und sinnvoll ist. Bisher haben wir über 180.000 Sonderlösungen auf den Markt gebracht. Wir werden auch für Erstmuster angefragt, wenn neue Ideen entstehen, etwa im Bereich Schneckenförderer.

  8. Rainer Stöbis

    ATEX ist für uns ein großes Thema; entsprechende Ausführungen können wir zur Verfügung stellen. Seit 2022 sind wir bei einer Edelstahloberfläche stark unterwegs. Mit dem Protect-Programm zeigen wir auch andere Oberflächen, etwa verzinkt, elektrolytisch poliert oder gebeizt.

  9. Rainer Stöbis

    Wir sind auch im Verschleißschutz tätig; die im Rohtranskript erkannten Beschichtungsbezeichnungen sind [unklar]. Unsere Edelstahloberfläche ist seit 2022 auf dem Markt. Sie ist optisch wertig, wichtiger sind uns aber die Vorteile für Anwender. Wir nennen einen Wert von 0,8 µ [unklar: Messgröße und ob Maximum oder Mittelwert]. Wir überprüfen die Oberfläche täglich im Prozess und arbeiten mit externen Partnern; das genannte Prüfverfahren ist [unklar].

  10. Rainer Stöbis

    Externe Partner nehmen unangekündigt Teile aus der Produktion ins Labor. Wir bieten eine wartungsfreundliche Oberfläche, die nach unserer Erfahrung weniger Wartung und Reinigung erfordert als rauere Oberflächen und auch außen weniger anfällig für Ablagerungen und Verschmutzungen ist. Edelstahl allein bedeutet nicht, dass das Material unter allen Umständen korrosionssicher ist; es muss gepflegt werden. Weniger Aufwand kann wirtschaftliche Vorteile bringen.

  11. Rainer Stöbis

    Dazu gehören Standzeiten, Personaleinsatz und Stillstandszeiten der Anlagen.

  12. KMH (Sprecher nicht sicher zugeordnet)

    Jetzt zu unserer neuen Pulverbeschichtung. Seit September 2026 bieten wir die Pulverbeschichtung 2.0 an. Sie vereint vier Eigenschaften in einer Oberfläche: elektrische Ableitfähigkeit, REACH-Konformität, [unklar: FDA-/EU-Konformitätsangabe und Geltungsbereich] sowie Korrosionsschutz, insbesondere für Industrieumgebungen. Die Eigenschaften sind in der Beschichtung enthalten.

  13. KMH (Sprecher nicht sicher zugeordnet)

    Wir ergänzen damit die bewährte Pulverbeschichtung. Optisch sieht sie ähnlich aus: 7032, Kieselgrau. Die integrierten Eigenschaften sollen Beschaffung, Montage und Reinigung vereinfachen. Damit übergebe ich wieder an Rainer.

  14. KMH (Sprecher nicht sicher zugeordnet)

    Ableitfähigkeit ist nicht neu; es gibt seit Jahrzehnten ableitfähige Rohrleitungen auf dem Markt. Ich bin selbst seit Jahrzehnten in der Herstellung solcher Rohrsysteme tätig.

  15. KMH (Sprecher nicht sicher zugeordnet)

    Bei automatischer und manueller Beschichtung kann ich nicht sicherstellen, dass es keine Bereiche über 60 µ Schichtstärke gibt. Nach meiner Darstellung kann dort die Ableitfähigkeit abreißen; deshalb verlangen Versicherer oft zusätzlich eine Erdungsbrücke, ein Erdungskabel oder einen Erdungsklip. Gemeinsam mit Partnern haben wir eine Entwicklung ermöglicht, bei der die Ableitfähigkeit auch bei über 200 µ [unklar: genaue Mess- und Prüfbedingungen] Schichtstärke sichergestellt werden soll. Wir sprechen hier fast von Leitfähigkeit.

  16. KMH (Sprecher nicht sicher zugeordnet)

    Wir sind überzeugt, in diesem Marktsegment zu den Ersten mit dieser Lösung zu gehören. FDA-Konformität ist für unseren Markt ein Thema. Wir haben nach eigener Aussage die erforderlichen Untersuchungen und Zertifikate für das neue Produkt. Als Lieferant vor allem für den Anlagenbau

  17. KMH (Sprecher nicht sicher zugeordnet)

    können wir nicht immer nachvollziehen, wo unser Produkt weltweit eingesetzt wird. Deshalb ist das für uns eine Grundvoraussetzung. Ein weiteres Thema ist der Korrosionsschutz. Wir haben uns zusammen mit Anlagenbauern und Chemielieferanten mit Vorbehandlung, Anlagen und Verfahrenstechnik beschäftigt.

  18. KMH (Sprecher nicht sicher zugeordnet)

    Die Anlagen müssen entsprechend ausgestattet werden, damit wir für das Standardprogramm eine Korrosionsbeständigkeit anbieten können. Der Einsatz pulverbeschichteter Rohrleitungen hängt vom Einsatz und den Umgebungsbedingungen ab und muss im Einzelfall besprochen werden. Wir orientieren uns an den DIN-Vorgaben für Korrosionsschutzklassen [unklar: genaue Norm und Bedingungen] und nennen für unsere eingesetzte Technik sieben bis 15 Jahre [unklar: Bezug und Geltungsbedingungen].

  19. KMH (Sprecher nicht sicher zugeordnet)

    REACH-Konformität und der Einsatz von Stoffen sind ebenfalls Themen. Bei Untersuchungen zu Leitfähigkeit und Ableitfähigkeit arbeiten wir mit der DEKRA zusammen. Das sind nach unserer Darstellung keine einmaligen Versuche, sondern regelmäßiger Austausch und Kontrolluntersuchungen. Beim Korrosionsschutz finden im Prozess mehrfach täglich Gitterschnittstests statt; auch Aufkochungen gehören zu den genannten Prüfprozessen.

  20. KMH (Sprecher nicht sicher zugeordnet)

    Bei Zertifikaten und Untersuchungen arbeiten wir mit der DEKRA oder anderen Instituten zusammen, die uns regelmäßig überprüfen. Für welche Branchen sind die beschichteten Rohrsysteme relevant? Für Lebensmittelindustrie, Lufttechnik, Mühlenbau sowie Maschinen- und Anlagenbau.

  21. KMH (Sprecher nicht sicher zugeordnet)

    Die neue Pulverbeschichtung der zweiten Generation gibt es seit September bei KMH. Sie soll den Komponentenbedarf reduzieren und Montage, Reinigung sowie Planung vereinfachen. Am Stand zeigen wir ein beschichtetes Rohrteil und demonstrieren die Ableitfähigkeit. Dort kann auch die glatte Edelstahloberfläche mit einer anderen Oberfläche verglichen werden.

  22. KMH (Sprecher nicht sicher zugeordnet)

    Vielen Dank fürs Zuhören.

  23. Publikum

    Wenn ich ein Rohr im Betrieb kürzen und neu umbördeln muss: Bricht die Beschichtung an der Stelle, an der ich es durchgesägt und umgebördelt habe? Dort könnte es dann wieder rosten oder zu Korrosion kommen.

  24. KMH (Sprecher nicht sicher zugeordnet)

    Ja, wenn ich das Rohr selbst modifiziere, bricht der Lack. Auch die Art des Schnitts und die dabei entstehenden Temperaturen spielen eine Rolle. Wir haben einen Nacharbeitslack, der optisch und in gewissem Umfang beim Korrosionsschutz hilft, aber die Beschichtung bricht. Ich kenne auch Schadensfälle nach Modifikationen, bei denen Unterwanderungen aufgetreten sind.

Ende des aufgezeichneten Texts bei 36:16.

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