Tagungseröffnung und Grußworte
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Rudolf Sagberger
Ich darf alle recht herzlich begrüßen zur 51. Müllereifachtagung hier in Volkach. Mich freut es wirklich sehr, dass so viele Leute gekommen sind. Letztes Jahr haben wir 50 Jahre Volkach mit der Ministerin gefeiert. Das war wirklich ein Highlight und ich glaube, heuer wird es auch wieder eine schöne Veranstaltung. Wir feiern 20 Jahre Mehlkrüge. Ich darf unsere Ehrengäste begrüßen: vom Mitteldeutschen Müllerbund den Präsidenten Konrad Sitzmann und Geschäftsführer Hubertus Nitschke. Danke für das Kommen.
Rudolf Sagberger
Hubertus, ein Grußwort in gewohnter Weise. Bitte.
Hubertus Nitschke
Jawohl. Ja, lieber Rudolf, lieber Josef, wir bedanken uns schon einmal, dass wir wieder bei euch sein können. Ich darf auch die besten Grüße der Müllerkollegen aus Mitteldeutschland übermitteln. Den bayerischen Kollegen kann ich nur sagen: ein toller Vorstand, eine tolle Leitung und ein wunderbares Programm, das ihr hier zusammengestellt habt. Wir sind wie jedes Jahr gerne hier und freuen uns auf die nächsten drei Tage. Danke euch.
Rudolf Sagberger
Vielen Dank, Hubertus.
Rudolf Sagberger
Ich darf Frau Dewald als Vertreterin des Baden-Württembergischen Müllerbundes begrüßen. Danke für das Kommen, Frau Dewald.
Sprecher 8
Gerne.
Rudolf Sagberger
Ja, bitte.
Rudolf Sagberger
Ja. Ich darf die österreichischen Müllerkollegen begrüßen, den Karl Engauer in Vertretung. Ich darf vom Bayerischen Bauernverband Anton Huber begrüßen. Anton, danke für das Kommen. Ja, bitte.
Rudolf Sagberger
Von der BLE darf ich die Frau Kuhfuß begrüßen. Da haben wir unsere Meldungen gemacht. Und Frau Kuhfuß, bitte ein Grußwort.
Sprecher 8
Ja.
Anja Kuhfuß
Ja, vielen Dank, dass ich wieder dabei sein darf.
Anja Kuhfuß
Dieses Jahr sind wir im Zuge der Entbürokratisierung schon einmal mit den Müllern zusammengekommen. Wir haben zusammen mit dem VGMS und dem Bayerischen Müllerbund eine Veranstaltung gemacht, bei der wir geschaut haben, was wir für die Müller verbessern können. Zusammen mit dem Ministerium haben wir erreicht, dass mit der Änderung der Verordnung, wenn sie dann durch ist, die Meldegrenze für Jahresmelder hochgesetzt wird. So können einige hoffentlich zukünftig jährlich melden und sind von der monatlichen Meldefrist befreit. Also vielen Dank für die gute Zusammenarbeit.
Rudolf Sagberger
Vielen Dank, Frau Kuhfuß.
Rudolf Sagberger
Die Arbeit ist für uns Müller teilweise anstrengend, aber auch wichtig. Die Statistik ist wichtig, damit wir wissen, was wir machen, und das darf nicht verloren gehen. Das bringt uns auch etwas. Sie ist also nicht umsonst. Vielen Dank. Ich darf von der AGF den Geschäftsführer Konstantin Kronenbrech begrüßen. Konstantin, ich sage vielen Dank für das Kommen.
Rudolf Sagberger
Ich darf von den Schulen begrüßen: die Deutsche Müllerschule Braunschweig, die Müllerschule in Stuttgart, die Müllerschule in Villingen, die Müllerschule in Wels und die Müllerschule in Sankt Gallen. Ich darf die Lehrkräfte begrüßen und besonders Herrn Dr. Baitinger. Er hat zu mir gesagt, er ist wegen der Ferien das erste Mal schon am Donnerstag da. Ich bitte um ein kurzes Grußwort, Herr Baitinger.
Dr. Andreas Baitinger
Herr Sagberger, vielen Dank. Ja, vielen herzlichen Dank, dass wir da sein dürfen. Tatsächlich ist es für mich das erste Mal am Donnerstag. Ich war bald 30 Mal in Volkach, bin aber immer erst freitags gestartet, weil wir am Donnerstag noch an die Schule gebunden sind. Ja, vielen Dank. Es ist wieder großartig, hier zu sein. Wir haben ein tolles Tagungsprogramm. Die Hoppenlau-Schule ist 100 Jahre alt geworden. Vielen Dank an die Branche für die Unterstützung auch weiterhin. Wir haben sehr viele Auszubildende jetzt in der Pipeline mit vollen Klassen. Das dritte Jahr in Folge 60 Auszubildende. Das ist schon ein Wort. Da kommt viel nach. Das freut uns und wir freuen uns auf diese nächsten zweieinhalb Tage. Danke schön.
Rudolf Sagberger
Danke, Herr Dr. Baitinger.
Rudolf Sagberger
Ich möchte mich auch bei den Lehrkräften noch bedanken für das Kommen. Es ist, glaube ich, nicht selbstverständlich, dass ihr in der Ferienzeit da seid. Ein wirklich starkes Zeichen von euch. Ihr als die Leute, die die Zukunft ausbilden, ihr macht das sehr gut und wir können als Müller stolz sein, dass wir in ganz Deutschland so gute Berufsschulen, Meisterschulen und Technikerschulen haben. Und der deutsche Techniker oder Meister ist weltweit gefragt und das ist euer Verdienst. Und noch einmal einen großen Applaus von uns Müllern für eure schulischen Leistungen.
Rudolf Sagberger
Ich darf Gabi Lühr begrüßen von der Deutschen Müllerschule in Braunschweig, die auch einiges zu sagen hat. Bitte, Frau Lühr.
Gabriele Lühr
Ja, vielen Dank, Herr Sagberger, für das Mikrofon sozusagen. Ich freue mich, dass ich wieder in Volkach bin und ich freue mich auch, dass wir als DMSB wieder an dieser interessanten Veranstaltung teilnehmen können.
Gabriele Lühr
Bei uns in Braunschweig gibt es auch so ein bisschen etwas Neues. Wir bündeln uns jetzt. Wir bilden zusammen mit der Müllerschule in Villingen und mit dem IFF in Thune den Milltec Campus. Das heißt, wir bündeln verstärkt unsere Ressourcen, nutzen die gemeinsam und schaffen dann dadurch auch neue Synergien für die Branche. Außerdem haben wir noch beschlossen, dass wir jetzt das eine oder andere Seminar auch Externen anbieten wollen. Das Erste wird Ende November stattfinden. Genauere Informationen dazu wird es dann über den Förderverein der Deutschen Müllerschule geben. Ich freue mich, dass ich hier bin. Ich freue mich auf die Veranstaltung und wünsche uns allen spannende Vorträge und eine spannende Zeit.
Rudolf Sagberger
Vielen Dank, Frau Lühr. Ich darf noch begrüßen den Förderverein Deutsche Müllerschule Braunschweig, Glück zu, Alexander Schnelle. Danke für das Kommen.
Rudolf Sagberger
Ich darf von der Presse Sabine Kemper und Rainer Miseré von Mühle + Mischfutter, Verlag Moritz Schäfer, begrüßen. Ich habe es letztes Jahr gesagt, ihr macht wirklich eine tolle Arbeit. Wir freuen uns jedes Mal, wenn wir die Zeitung lesen dürfen. Ihr macht das wirklich gut. Die Information, die ihr über unseren Beruf weitergebt, ist genauso wichtig wie die Ausbildung. Eine tolle Sache und auch von meiner Seite, von unserer Seite einmal einen Applaus auf euch beide, dass ihr es so gut macht. Danke.
Rudolf Sagberger
Ich darf von der Mainpost noch Frau Wieget begrüßen, die auch einen Bericht über diese Tagung macht. 51 Jahre Volkach, ein großer Erfolg. Danke für das Kommen. Ich darf alle Gäste, Aussteller, Referenten, Mitglieder und Vorstandsmitglieder des Bayerischen Müllerbundes begrüßen und einen möchte ich besonders begrüßen: unseren Ehrenpräsidenten Ludwig Kraus. Ludwig, danke für das Kommen. [Applaus] Ja, wir haben heuer wieder sehr viele interessante Themen zusammengestellt. Hauptthema sind die steigenden Herausforderungen an die Müllerei. Es wird immer schwieriger und herausfordernder für uns Mühlen und die Getreideernte 2026 war wirklich eine Herausforderung für uns. Durch den Klimawandel haben wir heuer eine sehr heterogene Getreideernte bekommen, sehr heterogene Getreidequalität und haben auch volatile Märkte. Wir haben
Rudolf Sagberger
letztes Jahr im Süden riesige Fallzahlprobleme gehabt, Auswuchsschäden. Vor zwei Jahren haben wir sehr schwache Proteinwerte gehabt durch die Düngeverordnung und dieses Jahr teilweise sehr schwache Erträge und teilweise sehr unterschiedliche Qualitäten, die es für uns Müller wirklich schwierig machen, ein optimales Mehl zu produzieren. Der Weizen im Süden hat heuer Topwerte vom Eiweiß, Topkleberwerte. Wir messen 14,5 Eiweiß, wir messen 30, 35 Prozent Kleber. Nur die Kleberqualität lässt zu wünschen übrig. Und das liegt wahrscheinlich an der schnellen Ausreifung des Getreidekorns heuer, wenn man das Getreidewirtschaftsjahr anschaut. Letztes Jahr der Herbst, eine normale Aussaat, ein normaler Winter mit keinen Frostschäden, ein sehr trockenes Frühjahr. Da hat der Weizen sehr tief gewurzelt. Dann kam um Pfingsten der Regen, die Düngung hat gepasst. Die Getreidepflanze war durch das tiefe Wurzelwerk super versorgt, und dann kam die Hitze. Rekordsommer 2026 und der Weizen ist noch nie so schnell abgereift wie letztes Jahr. Und deswegen haben wir die guten Kleberwerte in der Menge, aber in der Qualität nicht, weil ich glaube, wir haben noch nie gehabt, dass der Weizen so schnell abgereift ist. Und das stellt uns vor Herausforderungen. Das stellt die Züchter vor Herausforderungen und uns Müller, dass wir für die Bäcker ein passendes Mehl machen. Und deswegen ist es wichtig, dass wir uns hier in Volkach informieren und zusammenarbeiten. Wir sind geplagt von Bürokratie, Leute, und gesetzlichen Vorgaben. Betriebssicherheitsverordnung ist eine Verordnung, da steht drin, jeder Unternehmer muss sein Unternehmen alle drei bis sechs Jahre von einem externen Prüfer prüfen lassen. Und da kommt vielleicht ein Prüfbeamter und der sagt: „Dein Mehlfilter funktioniert nicht, dein Schaltschrank ist nicht in Ordnung, du musst die Mühle zusperren.“ Das darf nicht sein. Wir müssen dagegen kämpfen. Wir haben verschärfte Grenzwerte bei Mehl und Getreide. Viel zu hoch. Und ich weiß, irgendwann kommt einmal ein Mutterkornjahr, da ist es nicht mehr möglich, dass wir vielleicht noch Roggenmehl machen und das darf nicht sein. Da müssen wir noch einmal nachschärfen und darangehen. Wir spüren den Strukturwandel in der Landwirtschaft, im Landhandel, aber auch bei den Bäckern. Und deswegen ist es auch wichtig, dass wir heute einen Vortrag von den Bäckern hören, dass wieder neue Bäckereien vielleicht entstehen. Zu den Zahlen von den Mühlen: In Deutschland gibt es nur mehr 168 Mühlen, die über 1.000 Tonnen vermahlen. Diese Mühlen sind aber sehr leistungsstark. Sie produzieren 9,2 Millionen Tonnen Getreide. Ohne uns keine Pizza, keine Semmel, kein Brötchen. Wir sind leistungsstark und wir können ruhig selbstbewusst sein und das nach außen tragen. Aber wir sind nur mehr 168. Und wenn man in Bayern schaut, jedes dritte Weizenkorn, das in Bayern erzeugt wird, vermahlen nur wir. Und darauf können wir stolz sein. Und wir versorgen die Bevölkerung. Auch während Corona und der Ukraine-Krise. Wir haben nicht gebunkert. Das müssen wir weiter hinaustragen. Wir können selbstbewusst sein und dürfen auch etwas für unser Produkt verlangen, Leute. Nicht alles verscherbeln. Wir können stolz sein, dass wir ein gutes Produkt machen. Das ist wichtig. Und deswegen ist es wichtig, dass jede Mühle vor Ort noch existiert, dass es eine regionale Versorgung gibt, eine regionale Wertschöpfung. Und deswegen ist es wichtig, dass wir hier in Volkach netzwerken, miteinander sprechen. Und daher eröffne ich die Volkacher Müllereifachtagung. Ich wünsche einen guten Verlauf. Danke jetzt schon für das Kommen. [Applaus] So, und jetzt darfst du noch einmal.
Ende des aufgezeichneten Texts bei 40:56.