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Eine Mühle für die eigene Bäckerei

Maro Bauer und Franz Schmid von Kastenmüller stellten in Volkach den Neubau der Prümthaler Mühlenbäckerei vor. Die Anlage verbindet Getreidelagerung, Vermahlung und Mehllagerung und versorgt die eigene Bäckerei.

Maro Bauer stellt am Rednerpult den Mühlenneubau vor
Bereitgestelltes Tagungsfoto

Nach wiederholten Hochwassern entschied sich die Prümthaler Mühlenbäckerei für einen neuen Standort in Weinsheim. Maro Bauer und Franz Schmid von Kastenmüller erläuterten auf der Müllerei-Fachtagung in Volkach die Planung und das Mahlkonzept. Die Mühle liefert nach ihrer Darstellung ihr Mehl ausschließlich an die eigene Bäckerei.

Der Neubau vereint Getreidesilos, Vermahlung und Mehlsilos in einem Gebäude. Viele Zellen und Dosierer schaffen nach Bauers Darstellung Spielraum für die getrennte Lagerung und Mischung regionaler Getreidepartien. Die Reinigung kombiniert mechanische Verfahren mit einer nachgeschalteten Farbsortierung; anschließend wird das Getreide intensiv gescheuert.

Schmid stellte das Mahlkonzept für Weizen, Roggen und Dinkel sowie die separate Backschrotherstellung vor. Verstellbare Antriebe ermöglichen unterschiedliche Walzeneinstellungen und damit verschiedene Produkte. Für besondere grobe Schrote kommt zusätzlich eine Conduxmühle zum Einsatz. Für den Plansichter nannte er rund 65 Quadratmeter Netto-Siebfläche.

Im Mehllager wird das Mehl zunächst homogenisiert, bevor es in Lager- oder Spezialzellen gelangt. Rezeptgesteuerte Umstellungen und die Überwachung wichtiger Maschinenwerte unterstützen den Betrieb. In der Diskussion erläuterten die Referenten unter anderem die Auslegung der Silozellenaustragung und die Vollkornvermahlung. Der dort genannte Energiebedarf von 48 Kilowattstunden je Tonne bezieht sich auf die Vermahlung; Reinigung und Abtransport sind darin nicht enthalten.

Vortrag zum Mahlkonzept vor einer Folie mit den Kenndaten des Plansichters
Bereitgestelltes Tagungsfoto

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