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Trockenheit hielt das Fusariumrisiko niedrig

Das bayerische DON-Monitoring zeigt für 2026 überwiegend günstige Werte. Stephan Weigand von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft erläuterte in Volkach, weshalb die trockene Witterung Infektionen erschwerte und einzelne Partien dennoch auffällig waren.

Gruppenfoto mit Vertreterinnen und Vertretern teilnehmender Mühlen, die Teilnahmezertifikate zum DON-Vorerntemonitoring halten
Vertreterinnen und Vertreter der teilnehmenden Mühlen bei der Fachtagung in Volkach. Foto: bereitgestellt.

Die Trockenheit hat die Weizenerträge 2026 belastet, für Fusarium waren die Bedingungen dagegen ungünstig. Diesen Zusammenhang erläuterte Stephan Weigand von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) bei der Müllerei-Fachtagung in Volkach. Er leitet dort die Arbeitsgruppe Agrarmeteorologie, Warndienst und Krankheiten in Getreide. Die vorgestellten DON-Befunde bewertete er insgesamt günstiger als im Vorjahr.

Entscheidend war nach Weigands Darstellung die Witterung rund um die Weizenblüte. Als mittleren Zeitraum für Bayern nannte er den 31. Mai bis 8. Juni. Schon davor hätten kräftigere Niederschläge gefehlt. Der Regen Ende Mai habe den Pilz auf den Ernterückständen erst aktiviert; anschließend sei es wieder trocken gewesen. Hitze habe die Entwicklung zusätzlich gebremst. Bei später blühenden Beständen könne der Regen am 4. Juni dennoch ein Infektionsereignis ausgelöst haben.

Das Mykotoxin Deoxynivalenol (DON) wird von bestimmten Fusarium-Arten gebildet. Die LfL beschreibt Maisstoppelreste auf der Bodenoberfläche als wichtige Infektionsquelle und die Witterung während der Blüte als entscheidenden Einfluss. Eine wenig anfällige Sorte und die Behandlung der Ernterückstände gehören deshalb zur Risikobeurteilung eines Schlages.

Dass eine insgesamt günstige Saison einzelne belastete Partien nicht ausschließt, zeigten zwei von Weigand erläuterte Proben aus dem amtlichen Monitoring. Beide stammten nach seinen Angaben aus Südbayern und nicht aus dem Mühlensortiment. Es handelte sich um anfällige Sorten; in einem Fall war die Saat sehr spät, im anderen waren Maisstoppeln vorhanden. Diese Befunde ordnete er als seltene Ausnahmen in der Gesamtsituation ein.

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