Knappe Logistik prägt die Getreidemärkte
Gute Verfügbarkeit am Weltmarkt schützt Mühlen nicht vor regionalen Engpässen. Diesen Zusammenhang erläuterte Maximilian Bergmair von BAT-Agrar beim Auftakt des Fachprogramms in Volkach.
Bergmair leitet bei dem Agrarhandelsunternehmen den Getreidehandel Mitteldeutschland. Er beschrieb die Versorgungslage zunächst als gut, verwies aber auf schrumpfende Überlagerungsbestände und laufende Exporte. Niedrige Wasserstände an Rhein und Main erschwerten zugleich den Abtransport aus Süddeutschland. Die knappe Logistik wirke sich auf Frachten und regionale Preise aus.
Sollten bei steigenden Wasserständen zusätzliche Mengen abfließen, könnte die Versorgung im Frühjahr enger werden. Bergmair empfahl Mühlen daher, sich Ware für 2027 über Kontrakte zu sichern und Qualitätsprämien für die kommende Ernte zumindest teilweise abzusichern. Seine Empfehlung unterschied ausdrücklich zwischen der regionalen Verfügbarkeit und den internationalen Börsenpreisen, die stark von der Lage in der Schwarzmeerregion abhingen.