Biogetreide: Nachfrage prägt die Preise

Eine kleinere Ernte führt bei Biogetreide nicht automatisch zu höheren Preisen. Darauf verwies Moritz Häfele, Geschäftsführer des Biogetreidevermarkters Biokontor GmbH, bei der Müllerei-Fachtagung in Volkach.
Die Ernte 2026 sei insbesondere in Deutschland mengenmäßig geringer ausgefallen, sagte Häfele. Zugleich sei noch Ware aus dem Vorjahr vorhanden. Für die Preisbildung komme es deshalb auf die aktuelle Nachfrage der Mühlen und Verarbeiter an. Den Futtermarkt beschrieb er als kurzfristiger orientiert als den Markt für Mahlgetreide.
Beim Bioweizen schätzte Häfele die Versorgung als eher knapp ein. Besonders im Süden fehle Biomais. Dieses Defizit könnte sich seiner Einschätzung nach später auch auf Weizen und andere Kulturen auswirken. In der Fragerunde erläuterte er zudem, wie unterschiedliche Anforderungen an Herkunft und Verbandsware den Biomarkt aufteilen. Eine einheitliche Preisentwicklung lasse sich daraus nicht ableiten.